10 Missverständnisse gegenüber der Paleo Diät

Wer sich mit der Paleo-Diät auseinandersetzt oder sich sogar dazu entscheidet seinen Ernährungsplan danach umzustellen, der wird schnell feststellen, dass es viele Reaktionen rund um das Thema gibt. Und nicht alle sind positiv. Wie immer, jeder hat etwas Wichtiges zu sagen, und leider die wenigstens haben sich vorher informiert. So kommt es, dass sich viele Gerüchte und Falschaussagen rund um die Paleo-Welt angesammelt haben. Um mit diesen aufzuräumen, hier die Top 10 der wildesten Gerüchte und was wirklich dahinter steckt.

1. Die Paleo-Diät ist doch eh wieder nur so ne Modeerscheinung!

Weit gefehlt! Die gesamte Grundidee der Ernährung disqualifiziert diese Aussage mit einem Satz. Wir ernähren uns, wie es unsere Vorfahren vor 200.000 Jahren getan haben. Von Modeerscheinung ist da wohl eher nicht zu sprechen.

Da ist die 10.000 Jahre alte Landwirtschaft schon eher in der Moderne anzusiedeln, und von der distanziert sich Paleo ganz eindeutig.

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Zusätzlich darf man hier nicht vergessen, dass es sich nicht hauptsächlich um einen Plan zum Abnehmen handelt, sondern um einen gesunden Lebensstil. Und auch der ist keine Erfindung der Neuzeit.

2. Historische Nachahmung der Steinzeitmenschen

Von einer „Fantasiewelt“ wird unter den Kritikern gesprochen. Von starren Sichtweisen der Paleo-Anhänger und von ignoranten Ideen, welche die moderne Lebensweise verpönen. Es geht hier nicht darum, wie die Steinzeitmenschen zu leben, wollte man dies tun, wäre ein Umzug in eine Höhle wohl ein erster Schritt und nicht die Umstellung des Essensplans.

Die Idee einer alternativen Ernährung scheint viele so zu verstören, dass sie mit allen Mitteln versuchen deren Anhänger in ein schlechtes Licht zu stellen. Ähnliches ist bereits den Vegetariern, den Veganer und auch den Atkins-Essern passiert und es passiert ihnen noch heute. Das Ziel von Paleo ist, dass man sich besser im eigenen Körper fühlt und dass man einen gesunden Lebensstil pflegt.

3. Paleo heißt: Fleisch, Fleisch und noch ein bisschen Fleisch

Woher diese Idee kommt, ist offensichtlich. Es ist einfach dem Bild des Hollywood-Höhlenmenschen Glauben zu schenken, der seine Frauen mit der Keule gefunden hat und sein Fleisch direkt vom lebenden Tier reißt! Aber, dass es sich hier um eine sehr ausgewogene Nahrungspalette handelt, die eine Vielzahl an Pflanzen, Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst beinhaltet, das ist den meisten nicht bekannt.

 

4. Avocado? Mehr Paleo geht ja quasi nicht!

Auch wenn Avocados zu einer ausgewogenen Paleo-Diät dazugehören, so darf man nicht vergessen, dass Paleo keine strickte No-Kohlenhydrate Ernährung ist. Die Paleo-Anhänger, die einen aktiven Lebensstil pflegen (was die meisten tun), brauchen auch Nahrung, die ihren Kohlenhydrate liefert, da ansonsten die Energiezufuhr schlichtweg zu gering wäre.

Also auf ein Neues: Gesund und aktiv leben ist hier das Ziel. Und wenn man sich im Griff hat, dann ist eine Backkartoffel oder eine Kürbissuppe ein guter Bestandteil eines jeden Paleo-Plans.

5. Paleo ist nicht nachhaltig!

Studien beweisen, dass eine nachhaltige Lebensmittelindustrie nicht innerhalb von einem System aufgebaut werden kann, das sich auch Landwirtschaft stützt. Und das ist ganz eindeutig das Konzept der modernen Ernährung. Aber Nahrung, die ihre Wurzeln in freier Wildbahn hat und aus der Natur kommt, nicht von künstlich angelegten Plantagen ist nachhaltig.

Davon zu sprechen, dass Paleo nicht nachhaltig ist, ist also ganz klar eine Aussage der Unwissenden.

6. Paleo ist unpraktisch und nur schwer im Alltag umzusetzen

Natürlich ist eine vollwertige Mahlzeit, mit frischen Zutaten nicht so fix zubereitet wie ein Mikrowellengericht, aber das ist mal ganz unabhängig davon, ob es Paleo ist oder nicht. Ob die Kartoffeln geschält werden müssen oder ob das Gemüse geputzt werden muss, der Aufwand bleibt der gleiche.

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Einkaufen ist zu Beginn der Umstellung mit Sicherheit eine kleine Herausforderung, aber hat man erst mal den passenden Supermarkt, Markthändler oder Bauern gefunden, ist alles wie vorher.

7. Paleo ist teuer!

Ja, hochwertige Nahrung kostet mehr als Junkfood. Aber man darf positiv überrascht sein, wenn man feststellt, wie viel Geld man für Softdrinks, Chips und das schnelle Mittagessen an der Dönerbude ausgegeben hat. Auch Produkte wie Käse und Milch hinterlassen ein ordentliches Loch in der Kasse. Das hier gesparte Geld kann man also gut in etwas teureres Bio-Fleisch oder frischen Fisch investieren. Außerdem geht eine gesunde Ernährung mit weniger Arztkosten einher.

8. Paleo ist eine bloße Verschwendung von Zeit und Energie!

Hier spricht der Kritiker in seiner verzweifelten Form. Es wird den Paleo-Anhängern vorgeworfen, dass sie sich zu viel damit beschäftigen was sie essen und so die wichtigen Dinge des Lebens versäumen. Viele glauben, dass Paleo bedeutet, dass man sich den ganzen Tag nur damit beschäftigt, was man als Nächstes isst.

Betrachtet man sich die übergewichtige Hauptpopulation der großen Industrienationen, fragt man sich allerdings, womit diese Damen und Herren wohl den Hauptteil ihrer Zeit verbringen. Fakt ist, Paleo nimmt nicht mehr Zeit in Anspruch als jede andere Art der Ernährung.

9. Gluten-Intoleranz und ähnliche Krankheitsbilder sind nichts als Unfug!

Es gibt mehr als genug Studien, Bücher und Berichte von angesehenen Ärzten und Instituten, die sich mit dem Thema der Lebensmittelunverträglichkeiten auseinandersetzen. Immer wieder werden dabei Weizen, Hülsenfrüchte und auch Milchprodukte als Problemnahrung genannt.

Und wer der Fachliteratur nicht glaubt, der sollte sich mit den Patienten unterhalten, die jahrelang unter Darmbeschwerden gelitten haben und nun endlich wieder ein schmerzfreies Leben genießen können.

10. Paleo ist schlecht für Frauen

Der Hormonhaushalt einer Frau ist wesentlich komplexer als der eines Mannes. Dies macht es in Studien nicht einfacher klare Richtlinien zu erkennen und Aussagen zu treffen, die universal gelten. Es scheint so, dass unter Umständen, eine zu geringe Zufuhr von Kohlenhydraten den hormonellen Haushalt einer Frau aus der Balance bringen kann. Daher ist es für Frauen umso wichtiger, eine ausgewogene Ernährung zu haben.

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